Kantabrisches Gebirge in Nordspanien

Braunbär, Wolf, Trappen, Geier, Orchideen, Schmetterlinge in wilden Landschaften

Natur- und Vogelbeobachtung mit kleinen Wanderungen in den Gebirgen und Offenlandschaften Nordspaniens mit außergewöhnlich hoher Biodiversität

 

Termine:

26.05. - 02.06.2018

23.06. - 30.06.2018


Das Kantabrische Gebirge zieht sich parallel zur nordspanischen Atlantikküste von den westlichsten Ausläufern der Pyrenäen im Baskenland bis nach Galicien. Auf seiner Nordseite regnen sich die atlantischen Tiefdruckgebiete ab und sorgen für ein „Grünes Spanien“ ohne ausgeprägte Sommertrockenheit und einer im wesentlichen mitteleuropäisch-montanen Vegetation.

Seine höchste Erhebung erreicht das Gebirge mit über 2.600 m im Kalkstock der Picos de Europa – nur 20 km vom Meer entfernt!

Die Südseite dagegen liegt im Regenschatten und geht über in die Hochebenen Kastiliens mit mediterran-kontinentalem Klima.

 

Dieses langgestreckte und hohe Gebirge liegt also wie ein Riegel zwischen dem Atlantik und dem Landesinneren und aufgrund dieser Lage, den unterschiedlichsten Höhenstufen und Expositionen aber auch aufgrund seiner relativen Unzugänglichkeit und Abgeschiedenheit konnte sich hier eine wunderbare Tier- und Pflanzenwelt entwickeln und erhalten. Die auf dieser Reise besuchten Gebiete gehören zu den absoluten Biodiversitäts-Hotspots in Europa! Sowohl die wilden Landschaftsszenerien in ihrer Ursprünglichkeit als auch die bis in die heutige Zeit oft noch traditionell bewirtschafteten Weiden und Kulturlandschaften bieten auch dem Auge wunderschöne Bilder.

 

Erfahrene Experten vor Ort, die über alle notwendigen Lizenzen verfügen um uns in den Nationalparks und Reservaten mithilfe von geländegängigen Fahrzeugen an die erfolgversprechendsten Stellen zu führen, sind mit uns vom ersten bis zum letzten Reisetag unterwegs. Nur so können in dieser Region mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die meisten der begehrten Säugetier- und Vogelarten auch tatsächlich beobachtet werden.

Gleichzeitig kooperieren diese Partner auch eng mit privaten und staatlichen Naturschutzverbänden und verpflichten sich, gerade die großen Säugetiere wie Braunbär und Wolf, nicht zu bedrängen und zu stören.

 

Im Mai/Juni sind folgende unsere Schwerpunktarten und können mit hoher Wahrscheinlichkeit auch beobachtet werden:

  • Braunbär
  • Vogelarten der Steppen (Großtrappe, Rötelfalken, Wiesenweihe, Triel, diverse Lerchenarten...)
  • Vogelarten des Hochgebirges (Mauerläufer, Alpenbraunelle, Schneefink, Greifvögel...)
  • großer Reichtum an Orchideen und Blütenpflanzen allgemein sowie an Schmetterlingen – das Kantabrische Gebirge ist bekannt für seinen Reichtum an Pflanzen und besonderen Insektenarten!
  • Reptilien und Amphibien sind ebenfalls mit zahlreichen Arten vertreten

Selbstverständlich und wie bei allen Reisen die ich ausarbeite und begleite, steht das Naturerlebnis insgesamt im Vordergrund. Die aufgeführten Tier- und Pflanzenarten dienen als Indikator um den Biodiversitätsreichtum der Region zu veranschaulichen – vor Ort beachten wir und beschäftigen uns natürlich mit der ganzen Palette an Tier- und Pflanzenarten in den diversen Ökosystemen.


Reiseverlauf Kantabrisches Gebirge im Frühling



Landschaft auf der Südseite der Kantabrischen Kordillere
Landschaft auf der Südseite der Kantabrischen Kordillere

 

1. Tag:

Individuelle Anreise nach Bilbao. Nach Eintreffen aller Teilnehmer werden wir mit einem Kleinbus nach Fuente De in den Picos de Europa gefahren. Auf dem Weg erhalten wir bereits einen Eindruck der Landschaften des atlantischen Nordspaniens. Gemeinsames Abendessen und Einführung in die folgenden Tage.

Türkenbundlilie in den Picos de Europa
Türkenbundlilie in den Picos de Europa

2. Tag: Von Fuente De aus fahren wir mit der einzigen Seilbahn des Gebietes auf 2.200 m in den Nationalpark „Picos de Europa“, dem ältesten Spaniens, der exakt vor 100 Jahren aufgrund seiner spektakulären Landschaften und historischen Bedeutung (von hier ging die Reconquista aus, die Wiedereroberung des maurischen Spaniens durch die Christen) gegründet wurde. Auf leichten Spaziergängen werden wir Gämsen beobachten können und die Chancen Mauerläufer, Alpenbraunellen, Schneefinken und Alpendohlen zu sehen stehen sehr gut. In den Picos leben wieder einige Bartgeier auf die wir natürlich auch achten werden, ebenso wie auf Gänse- und Schmutzgeier!

Mauerläufer in den Picos de Europa
Mauerläufer in den Picos de Europa (Doro Koch)

Nach dem Picknick am Nachmittag fahren wir mit der Seilbahn wieder ins Tal und  weiter nach Cervera de Pisuerga in der „Montaña Palentina“. Hier können wir uns auf einem Spaziergang vor dem Abendessen noch einen ersten Eindruck der Vogelwelt der Umgebung verschaffen - mediterran-kontinentale Arten dominieren hier.

Spanische Fingerwurz; Dactylorhiza elata
Spanische Fingerwurz; Dactylorhiza elata

3. Tag: Die Naturschutzgebiete „Tuerces und Covalagua“ sind Kalkgebiete die in dieser Jahreszeit die größte Artenvielfalt an Orchideen in Nordspanien aufweisen, etwa 29 Arten können hier gefunden werden. Sehr schöne Landschaften und viele Pflanzenarten werden uns auf unseren Spaziergängen erfreuen.

Heute und morgen ist mit folgenden Vogelarten zu rechnen, u. a. Gänse- und Schmutzgeier, Schlangenadler, Kornweihe, Stein- und Zwergadler, Wendehals, Wiedehopf, Bienenfresser, mehrere Spechtarten, Baum- und Bergpieper, Steinrötel, Braunkehlchen, Iberien-Zilpzalp, Berglaubsänger, Ortolan, Zaun- und Zippammer...

Kardinal, Argynnis pandora
Kardinal

4. Tag: Im Naturschutzgebiet „Fuentes Carrionas“ widmen wir unsere Aufmerksamkeit neben der Beobachtung der Vogelwelt und der Pflanzen auch den zahlreich hier vorkommenden Schmetterlings-arten.

Großtrappe
Großtrappe (Stefan Leimbach)

5. Tag: Die steppenartigen Landschaften Leóns in Kastilien sind herausragende Orte zur Beobachtung von Offenlandarten wie Großtrappe (die hier weltweit ihre höchste Dichte erreicht), Rötelfalken, Wiesenweihen, Triel und diversen Lerchenarten. Der Tag bietet herrliche Kontraste zu den bisher besuchten Gebirgsland-landschaften – diese erreichen wir am Abend wieder im Naturpark Somiedo in Asturien!

Braunbären in den Kantabrischen Bergen
Braunbären in den Kantabrischen Bergen

6. und 7. Tag: Schwerpunkt dieser beiden Tage ist die Beobachtung von Braunbären. Dieser ehemals über die ganze Iberische Halbinsel verbreitete Großsäuger lebt heute nur noch im Kantabrischen Gebirge in 2 Teilpopulationen mit einigen Hundert Exemplaren.

Mit Allradfahrzeugen wird jeweils eine Morgen- und eine Abend-exkursion in verschiedene Gebiete unternommen. Die Chance dabei Braunbären zu beobachten ist sehr hoch, außerdem erhalten wir natürlich herrliche Eindrücke der wilden Landschaften und ihrer Tierwelt. Auch Wölfe leben hier, ebenso wie Wildkatzen - doch sind diese beiden Arten im Herbst leichter zu beobachten als im Frühling/Sommer.

8. Tag: Rückfahrt nach Bilbao und Heimreise oder individuelle Verlängerung.


Allgemeine Hinweise:

  •  Im Mai/Juni kann auf der Südseite der Kantabrischen Berge mit in der Regel sonnigen Tagen, relativ niedrigen Morgentemperaturen (oft unter 10°C) und moderaten, angenehmen Temperaturen tagsüber gerechnet werden.
  • Unterkunft in drei kleinen, familiären Hotels und Landhäusern in schöner Landschaft gelegen: in Fuente De, Cervera de Pisuerga und Somiedo. Jedes Zimmer mit eigenem Bad.
  • Frühstück und Abendessen in der jeweiligen Unterkunft. Das Mittagessen ist ebenfalls inbegriffen, teils als Picknick, teils auch in nahegelegenen Restaurants.
  • der Schwierigkeitsgrad der Spaziergänge und kleinen Wanderungen ist gering: Jeder mit normaler physischer Kondition wird die Wegstrecken ohne Probleme gehen können.
  • Reiseleitung: Roberto Cabo begleitet und betreut die Reisen, die speziellen Ortskenntnisse bringt der erfahrene, einheimische Fahrer/Guide mit. Dieser spricht spanisch und englisch, die Übersetzung ins deutsche erfolgt selbstverständlich.

Leistungen:

  • 7 Übernachtungen in kleinen Hotels und Casas Rurales, naturnah gelegen, mit Frühstück, Mittagessen bzw. Picknick und Abendmenu (incl. Wein und Wasser). Jedes Zimmer selbstverständlich mit eigenem Bad
  • alle Fahrten und Exkursionen ab/bis Flughafen Bilbao im Kleinbus bzw. geländegängigen Fahrzeugen mit Fahrer
  • alle notwendigen Lizenzen und Genehmigungen zum Besuch der Reservate
  • Fahrt mit der Seilbahn in Fuente Dé
  • Reiseleitung: Roberto Cabo und ortsansässiger Guide
  • Sicherungsschein
  • Nicht im Preis eingeschlossen ist die individuelle An- und Abreise nach Bilbao (Sie können sich den Flug entweder selber buchen oder Terraviva vermittelt Ihnen die Flugbuchung)
  • Veranstalter: Terraviva Reisen e. K.

Termine 2018:

26.05. - 02.06.2018

23.06. - 30.06.2018

 

Sondertermine für geschlossene Gruppen gerne auf Anfrage - natürlich auch mit abgewandeltem Programmverlauf möglich

 

Reisepreis 2018:

p. Pers. im Doppelzimmer 1.790,- EUR

p. Pers. im Einzelzimmer 1.950,- EUR

 

min. 6, max. 10 Teilnehmer

 

Kontakt und Buchungsanfrage