Kantabrisches Gebirge in Nordspanien im Frühling

Braunbär, Gämsen, Mauerläufer, Trappen, Geier, Orchideen + große Blumenvielfalt, Schmetterlinge in wilden Landschaften...

Auf kleinen Spaziergängen und Wanderungen in den Gebirgen und Offenlandschaften Nordspaniens erkunden wir die außergewöhnlich hohe Biodiversität in sehr schönen, meist nur extensiv genutzten Landschaften mit vielen Blumen, Schmetterlingen, Vögeln, großen Säugetieren...

 

Termine:

31.05. - 08.06.2019 (8 Nächte)

08.06. - 16.06.2019 (8 Nächte)

1 Tag mehr als 2018 - die traumhaften Gebiete in Nordspanien sind es wert!

 

Neben der enormen landschaftlichen Vielfalt und den vielen anderen beobachteten Tier- und Pflanzenarten (s. Reiseberichte), konnten wir bei den beiden Reisen im Mai und Juni 2018 sehr schön und über längere Zeit 5 bzw. 8 Braunbären beobachten - dabei jedes Mal eine Mutter mit 2 diesjährigen Jungen! Dabei ist das nachstehende Video entstanden:

Großblütiges Fettkraut (Pinguicola grandiflora)
Großblütiges Fettkraut (Pinguicola grandiflora)
Steinrötel
Steinrötel

Das Kantabrische Gebirge zieht sich parallel zur nordspanischen Atlantikküste von den westlichsten Ausläufern der Pyrenäen im Baskenland bis nach Galicien. Auf seiner Nordseite regnen sich die atlantischen Tiefdruckgebiete ab und sorgen für ein „Grünes Spanien“ ohne ausgeprägte Sommertrockenheit und einer im wesentlichen mitteleuropäisch-montanen Vegetation.

Seine höchste Erhebung erreicht das Gebirge mit über 2.600 m im Kalkstock der Picos de Europa – nur 20 km vom Meer entfernt!

Die Südseite dagegen liegt im Regenschatten und geht über in die Hochebenen Kastiliens mit mediterran-kontinentalem Klima. 

 

Dieses langgestreckte und hohe Gebirge liegt also wie ein Riegel zwischen dem Atlantik und dem Landesinneren und aufgrund dieser Lage, den unterschiedlichsten Höhenstufen und Expositionen aber auch aufgrund seiner relativen Unzugänglichkeit und Abgeschiedenheit konnte sich hier eine wunderbare Tier- und Pflanzenwelt entwickeln und erhalten. Die auf dieser Reise besuchten Gebiete gehören zu den absoluten Biodiversitäts-Hotspots in Europa! Sowohl die wilden Landschaftsszenerien in ihrer Ursprünglichkeit als auch die bis in die heutige Zeit oft noch traditionell bewirtschafteten Weiden und Kulturlandschaften bieten auch dem Auge wunderschöne Bilder.

 

Ein erfahrener Experte vor Ort, der über alle notwendigen Lizenzen verfügt um uns in den Naturparks und Reservaten an die erfolgversprechendsten Stellen zu führen, ist mit uns in der Braunbärenregion unterwegs. Nur so können hier mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Bären (natürlich achten wir auch auf andere Tierarten und die vielen Pflanzen) auch tatsächlich beobachtet werden.

Gleichzeitig kooperieren diese Partner auch eng mit privaten und staatlichen Naturschutzverbänden und verpflichten sich, gerade die großen Säugetiere wie Braunbär und Wolf, nicht zu bedrängen und zu stören.

 

Im Mai/Juni sind folgende unsere Schwerpunktarten und können mit hoher Wahrscheinlichkeit auch beobachtet werden:

  • Braunbär
  • Vogelarten der Steppen (Großtrappe, Rötelfalken, Wiesenweihe, Steinsperling, diverse Lerchenarten...)
  • Arten des Hochgebirges (Mauerläufer, Alpenbraunelle, Schneesperling, Steinrötel, Greifvögel... Kantabrische Gämse)
  • großer Reichtum an Orchideen und Blütenpflanzen allgemein sowie an Schmetterlingen – das Kantabrische Gebirge ist bekannt für seinen Reichtum an Pflanzen und besonderen Insektenarten!
  • Reptilien und Amphibien sind ebenfalls mit zahlreichen Arten vertreten

Selbstverständlich und wie bei allen Reisen die ich ausarbeite und begleite, steht das Naturerlebnis insgesamt im Vordergrund. Die aufgeführten Tier- und Pflanzenarten dienen als Indikator um den Biodiversitätsreichtum der Region zu veranschaulichen – vor Ort beachten wir und beschäftigen uns natürlich mit der ganzen Palette an Tier- und Pflanzenarten in den diversen Ökosystemen.


Reiseverlauf Kantabrisches Gebirge im Frühling



Landschaft auf der Südseite der Kantabrischen Kordillere
Landschaft auf der Südseite der Kantabrischen Kordillere

 

1. Tag:

Individuelle Anreise nach Bilbao. Nach Eintreffen aller Teilnehmer werden wir mit einem Kleinbus nach Cervera de Pisuerga gefahren. Auf dem Weg erhalten wir bereits einen Eindruck der Landschaften des atlantischen Nordspaniens. Gemeinsames Abendessen und Einführung in die folgenden Tage.

Mauerläufer in den Picos de Europa (Doro Koch)
Mauerläufer in den Picos de Europa (Doro Koch)

2. bis 5. Tag: An diesen vier Tagen erkunden wir sehr unterschiedliche Lebensräume und können die Reihenfolge der Exkursionen optimal auf die Wetterverhältnisse und die aktuellen Gegebenheiten abstimmen!

Ein Tag führt uns auf die Nordseite des Gebirges. Von Fuente De aus fahren wir mit der einzigen Seilbahn des Gebietes auf über 1.800 m in den Nationalpark „Picos de Europa“, dem ältesten Spaniens, der vor 100 Jahren aufgrund seiner spektakulären Landschaften und historischen Bedeutung (von hier ging die Reconquista aus, die Wiedereroberung des maurischen Spaniens durch die Christen) gegründet wurde. Auf einem leichten Spaziergang in den Hochlagen werden wir Gämsen beobachten können und die Chancen Mauerläufer, Alpenbraunellen, Schneefinken, Bergpieper, Alpendohlen und Alpenkrähen zu sehen stehen sehr gut.

Ausblick von der Bergstation der Seilbahn
Ausblick von der Bergstation der Seilbahn

In den Picos leben wieder einige Bartgeier auf die wir natürlich auch achten werden, ebenso wie auf Gänse- und Schmutzgeier sowie die Hochgebirgsflora. Nach dem Picknick fahren wir am Nachmittag mit der Seilbahn wieder ins Tal und  zurück nach Cervera. Unterwegs lohnt sich der Halt am Pass von Piedrasluengas mit schönem Ausblick auf die Gebirgskette und blühenden Wiesen.

Unglaubliche Vielfalt an Blumen und Schmetterlingen...
Unglaubliche Vielfalt an Blumen und Schmetterlingen...

Eine weitere Exkursion führt uns in die Naturschutzgebiete „Tuerces und Covalagua“,  Kalkplateaus (Páramos) die in dieser Jahreszeit eine enorme Artenvielfalt an Orchideen, Blütenpflanzen allgemein sowie Schmetterlingen aufweisen. Bizarre, beeindruckende Landschaften werden uns auf unseren Spaziergängen erfreuen. Wir nehmen uns hier Zeit, um die Schönheit der Landschaft sowie die vielen Pflanzen, Insekten und Vögel zu genießen. Hier ist mit folgenden Vogelarten zu rechnen, u. a. Gänse- und Schmutzgeier, Schlangenadler, Wespenbussard, Stein- und Zwergadler, Wendehals, Wiedehopf, Bienenfresser, mehrere Spechtarten, Baum- und Brachpieper, Heidelerche, Schwarzkehlchen, Steinrötel, Iberien-Zilpzalp, Berglaubsänger, Zaun- und Zippammer, Pirol...

Kardinal, Argynnis pandora
Kardinal

Eine ausgedehntere Wanderung führt uns auf einer dritten Exkursion durch ein wunderschönes, felsiges Tal mit großer Blumen- und Schmetterlingsvielfalt. Wiesen, mediterraner Eichenwald, Buchenbestände und schließlich ein Eibenwald mit mächtigen Eiben, deren Alter auf über 1.000 Jahre geschätzt wird, wechseln sich auf dieser Exkursion ab. Lediglich der Auf- und Abstieg zum Eibenwald (optional) ist mit einer etwas kräftigeren Steigung verbunden, der restliche Weg ist ohne Anstrengung zu begehen.

Der letzte Exkursionstag in dieser Region führt entweder zu einem weiteren Kalkplateau und einem Flusscanyon oder dient als Puffer zur Vertiefung der bisher besuchten Gebiete. 

Großtrappe
Großtrappe (Stefan Leimbach)

6. Tag: Wir verlassen heute die Südseite der Kantabrischen Kordillere. Zunächst aber unternehmen wir einen mehrstündigen Abstecher in die steppenartigen Landschaften Leóns in Kastilien denn es sind herausragende Orte zur Beobachtung von Offenlandarten wie Großtrappe (die hier weltweit ihre höchste Dichte erreicht), Rötelfalke, Wiesenweihe, Steinsperling und diversen Lerchenarten. Der Tag bietet beeindruckende Kontraste zu den bisher besuchten Gebirgslandlandschaften – diese erreichen wir am Abend wieder im Naturpark Somiedo in Asturien, diesmal auf der atlantisch geprägten Nordseite der Gebirgskette.

Braunbären in den Kantabrischen Bergen
Braunbären in den Kantabrischen Bergen

7. und 8. Tag: Schwerpunkt dieser beiden Tage ist die Beobachtung von Braunbären. Dieser ehemals über die ganze Iberische Halbinsel verbreitete Großsäuger lebt heute nur noch im Kantabrischen Gebirge in 2 Teilpopulationen mit einigen Hundert Exemplaren.

Wir unternehmen jeweils eine Morgen- und eine Abend-exkursion in verschiedene Gebiete. Die Chance dabei Braunbären zu beobachten ist sehr hoch und es muss betont werden, dass die Bären hier niemals angefüttert oder sonst in irgend einer Weise angelockt werden - es sind authentische Wildbeobachtungen bei denen wir natürlich auch herrliche Eindrücke der wilden Landschaften und ihrer sonstigen Tier- und Pflanzenwelt erhalten. So konnten wir 2018 auch zahlreich Gämsen, Reh- und Rotwild und auch die seltene hier endemische Hasenart Lepus castroviejoi (Ginsterhase) beobachten. Auch Wölfe leben hier, ebenso wie Wildkatzen - doch sind diese beiden Arten im Herbst leichter zu beobachten als im Frühling/Sommer.

9. Tag: Rückfahrt nach Bilbao und Heimreise oder individuelle Verlängerung.


Allgemeine Hinweise:

  • Im Mai/Juni kann auf der Südseite der Kantabrischen Berge mit in der Regel sonnigen Tagen, relativ niedrigen Morgentemperaturen (oft unter 10°C) und moderaten, angenehmen Temperaturen tagsüber gerechnet werden. Auf der Nordseite ist es öfters auch wolkig und Niederschläge sind ganzjährig möglich.
  • Unterkunft in zwei sehr angenehmen, kleinen, familiären Hotels in Cervera und Somiedo. Jedes Zimmer mit eigenem Bad.
  • Frühstück und Abendessen im Hotel oder einem Restaurant in der Nähe. Das Mittagessen ist ebenfalls inbegriffen, teils als Picknick, teils auch im Restaurant. Das Essen in Nordspanien ist sehr gut!
  • der Schwierigkeitsgrad der Spaziergänge und kleinen Wanderungen ist gering: Jeder mit normaler physischer Kondition wird die Wegstrecken ohne Probleme gehen können.
  • In der Regel erfolgen die Bärenbeobachtungen (an den letzten beiden Tagen) morgens früh (Abfahrt 6.30 bis 7.00 Uhr, mit vorherigem Frühstück); Rückkehr zum Mittagessen im Restaurant mit anschließender Ruhepause. Abends erneute Ausfahrt. Das Abendessen an diesen beiden Tagen kann wahlweise als Picknick mitgenommen oder aber im Restaurant nach der Rückkehr eingenommen werden.
  • Reiseleitung: Roberto Cabo betreut die Reisen und übernimmt die naturkundliche Leitung, die speziellen Ortskenntnisse zur Lokalisierung der Braunbären bringt ein erfahrener, ortsansässiger Guide mit.

Leistungen:

  • 8 Übernachtungen in kleinen Hotels, naturnah gelegen, mit Frühstück, Mittagessen bzw. Picknick und Abendmenu (incl. Wein und Wasser). Jedes Zimmer selbstverständlich mit eigenem Bad
  • alle Fahrten und Exkursionen ab/bis Flughafen Bilbao im Kleinbus bzw. Vans oder geländegängigen Fahrzeugen mit Fahrer
  • alle notwendigen Lizenzen und Genehmigungen zum Besuch der Reservate
  • Fahrt mit der Seilbahn in Fuente Dé
  • Reiseleitung: Roberto Cabo und ortsansässiger Guide für die Beobachtung der Braunbären
  • Sicherungsschein des Veranstalters
  • Nicht im Preis eingeschlossen ist die individuelle An- und Abreise nach Bilbao (Sie können sich den Flug entweder selber buchen oder Terraviva vermittelt Ihnen die Flugbuchung)
  • Veranstalter: Urlaub & Natur Sascha Krampe

Termine 2019:

31.05. - 08.06.2019 (8 Nächte)

08.06. - 16.06.2019 (8 Nächte)

1 Tag mehr als 2018 - die traumhaften Gebiete in Nordspanien sind es wert!

 

Sondertermine für geschlossene Gruppen gerne auf Anfrage - natürlich auch mit abgewandeltem Programmverlauf möglich

 

Reisepreis 2019:

p. Pers. im Doppelzimmer 1.890,- EUR

p. Pers. im Einzelzimmer 2.070,- EUR

 

min. 6, max. 11 Teilnehmer

 

Kontakt und Buchungsanfrage


Reiseberichte und Vogelartenlisten früherer Jahre