Extremadura * Tablas de Daimiel

Trappen, Geier, Störche und blühende Dehesas

Natur- und Vogelbeobachtung mit kleinen Wanderungen in der Extremadura und dem Nationalpark Tablas de Daimiel (La Mancha) zur besten Blütezeit

 

Termin:

13.04. - 21.04.2018

Die außergewöhnliche Vielfalt ihrer Vogelwelt und die enormen Weiten ihrer beeindruckenden Landschaften haben die Extremadura vor allem bei Vogelbeobachtern zu einem Traumziel in Europa werden lassen.

 

Wir beobachten die charakteristischen Tier- und Pflanzenarten in deren Lebensräumen und spüren die Stille und den Frieden beim Wandern durch weiträumige Naturlandschaften.

Wir wohnen in einem kleinen Hotel in Trujillo mit gutem Essen. Die Lage ist ideal um von hier aus sternförmig unsere Exkursionsziele zu erreichen.

 

Ein Rundgang durch den beeindruckenden mittelalterlichen Ort Trujillo, Heimat mehrerer bekannter Konquistadoren, mit vielen Störchen, Rötelfalken, Schwalben und Seglern, ergänzt das Bild der Region. Meist fahren wir auch nach Mérida, der römischen Hauptstadt der Iberischen Halbinsel, um auf der 800 m langen Römerbrücke über den Guadiana den Blick auf die Flussinseln mit ihren Reihern, Eisvogel, Beutelmeise, Purpurhuhn... zu genießen.

 

Die beiden letzten Tage beobachten wir im und um den Nationalpark "Tablas de Daimiel" in der Region La Mancha, einem Feuchtgebiet am Guadianafluss, ca. 170 km südlich von Madrid, eingebettet in Weinbaugebiete und Steppenlandschaften.

 

Hier erwarten wir Vogelarten wie Weißkopf-Ruderente, Mariskensänger, Bart- und Beutelmeisen, Flamingos sowie zahlreiche Limikolen- und Entenarten.

 

Den thematischen Rahmen bildet die Natur- und Vogelbeobachtung und das Naturerlebnis, ergänzt durch das Verständnis für die Entstehung des heutigen Landschaftsbildes das bedingt ist durch uralte Nutzungsformen, wie z. B. die Wanderweide (Transhumanz).


Reiseverlauf Extremadura und Nationalpark Tablas de Daimiel



Steineichendehesa mit blühendem Natternkopf in der Extremadura
Steineichendehesa mit blühendem Natternkopf in der Extremadura

 

1. Tag:

Individuelle Anreise nach Madrid (zahlreiche Flugverbindungen ab D-CH-A). Abholung am Flughafen und Transfer zu unserer Unterkunft in Trujillo. Begrüßung und gemeinsames Abendessen.

Gänsegeier im Nationalpark Monfragüe
Gänsegeier im Nationalpark Monfragüe (Stefan Leimbach)

2. - 5. Tag:

Auf Fahrten und Wanderungen (ohne besondere Anstrengungen und Schwierigkeiten) lernen wir die charakteristischen Großlandschaften der Extremadura mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt kennen.

Anders als meist sonst in Europa handelt es sich hier nicht um einige wenige, konkrete Naturschutzgebiete die durch Siedlungen, Infrastrukturen und intensive Landnutzungsformen inselartig voneinander getrennt wurden.

Brücke über den Rio Almonte in der Extremadura
Brücke über den Rio Almonte in der Extremadura

Das Besondere der Extremadura als Naturraum ist vielmehr das fast flächendeckende Vorhandensein von sehr naturnahen Landschaften, geprägt von extensiver Weidewirtschaft, Wald und Dehesas, ausgedehntem Brach- und Buschland, unregulierten, frei fließenden Bach- und Flussläufen... und wenigen, sich harmonisch in die Landschaft einfügenden Dörfern.

flacher See mit Wasserhahnenfuß in der Extremadura
flacher See mit Wasserhahnenfuß in der Extremadura

Im Folgenden werden die Vögel besonders herausgestellt da sie die bekanntesten Protagonisten der Extremadura sind – aber wir achten genauso auf die Pflanzen, Reptilien, Schmetterlinge...

Wer die hier vorkommenden, begehrten und seltenen

Gleitaar, ein seltener Greifvogel offener Dehesalandschaft
Gleitaar, ein seltener Greifvogel offener Dehesalandschaft

Vogelarten kennen lernen möchte, wird sie in dieser Woche auch fast alle beobachten können - dennoch wollen wir die Natur auch in ihrer ganzen Vielfalt auf uns wirken lassen.

Der Nationalpark Monfragüe mit seinem unglaublichen Greifvogelreichtum (Gänse- Mönchs- und Schmutzgeier, 5 Adlerarten, Schwarzstorch, Uhu) zieht sich mit 2 Bergketten parallel zum Tajofluß. Dabei wandern wir durch ursprünglichen, artenreichen mediterranen Wald und auch durch die ältesten Korkeichenbestände der Region, lernen die schwarzen Iberischen Schweine kennen, deren Schinken zu den besten der Welt gehören und genießen den Spaziergang entlang eines völlig naturbelassenen kleinen Flusses mit Vorkommen von Fischotter und Maurischer Bachschildkröte.

Großtrappe in der extensiven Weidelandschaft der Extremadura
Großtrappe in der extensiven Weidelandschaft der Extremadura

Kontrastierend zur Steineichendehesa bieten die offenen Steppenlandschaften mit extensiver Weidewirtschaft Lebensraum für Groß- und Zwergtrappe, Triel, Steinkauz, Wiesenweihe, Flughühner, Häherkuckuck, Mittelmeer-Raubwürger und mehreren Lerchenarten. Diese Offenlandschaften verändern sich leider durch zunehmend intensivere Nutzung, so dass einige der hier vorkommenden Arten in den letzten Jahren schon selten geworden sind.

Ausgedehnte Kork- und Steineichenbestände, blühende Wiesen und Hänge, mittelalterliche Brücken über unbegradigte Bach- und Flußläufe, kleine, urige Dörfer und Landschaften wie sie in Europa sonst nirgendwo zu finden sind: all diese Impressionen bleiben unvergesslich.

Weißstorch, Löffler, Stelzenläufer in der Extremadura (Edeltraud Kraus)
Weißstorch, Löffler, Stelzenläufer in der Extremadura (Edeltraud Kraus)

Ein z. T. verlandender Stausee hat sich in den letzten Jahren zu einem Wasservogelparadies entwickelt.

Hier brüten Purpurhuhn, Zwergdommel, Purpur-, Rallen-, Kuh-, Seiden- und Nachtreiher, Rohrschwirl, Teich- und Drosselrohrsänger sowie Beutelmeise. Aus Beobachtungshütten bieten sich gute, störungsfreie Beobachtungsmöglichkeiten.

Schwarzstorch in der Extremadura
Schwarzstorch in der Extremadura (Stefan Leimbach)

6. Tag:
Wir verlassen Trujillo nach Südosten, erkunden zunächst noch die Offenlandschaften La Serena, eine Burg mit Trauersteinschmätzer und Alpenkrähen, ein Felsmassiv mit vielen Greifvögeln und Schwarzstorch um dann durch einsame Landschaften am Nachmittag die Region La Mancha und unseren Standort Daimiel zu erreichen.

Weißkopf-Ruderente
Weißkopf-Ruderente

7. und 8. Tag:

Wir beobachten sowohl im Nationalpark Tablas de Daimiel als auch an umliegenden Lagunen. Hier kommen in der ansonsten recht trockenen zentralspanischen Landschaft unterirdische Wasseransammlungen an die Erdoberfläche und bilden ein Geflecht von Seen und Feuchtgebieten. 


Flamingos
Flamingos

In den vergangenen Jahren trockneten diese auch öfters aus, da die umgebende Landwirtschaft den Grundwasserspiegel stark senkte. Mehrere Entenarten (auch Weißkopf-Ruderente), Reiher, Schwarzhalstaucher, Bart- und Beutelmeisen und Limikolen kommen hier vor. Vorgesehen ist auch der Besuch der riesigen und

Burg von Calatrava in herrlicher Landschaft
Burg von Calatrava in herrlicher Landschaft

imposanten Burgruine von Calatrava mit reicher Blumenvegetation und felsbewohnenden Vogelarten (Zippammer, Trauersteinschmätzer, Alpenkrähe...)

 

9. Tag:

Nach dem Frühstück Rücktransfer nach Madrid oder wahlweise individuelle Verlängerung Ihres Aufenthaltes in Spanien.

Leistungen:

  • 8 Übernachtungen in stilvollen kleinen Hotels mit Frühstück und Abendmenu (incl. Wasser und Wein). Jedes Zimmer selbstverständlich mit eigenem Bad.
  • Alle Fahrten und Exkursionen ab/bis Flughafen Madrid im modernen Reisebus mit Fahrer
  • Reiseleitung: Roberto Cabo
  • Sicherungsschein
  • Nicht im Preis eingeschlossen ist die individuelle An- und Abreise nach Madrid (Sie können sich den Flug entweder selber buchen oder Terraviva vermittelt Ihnen die Flugbuchung) sowie das Mittagessen (meist als Picknick); für Einkaufsmöglichkeiten wird regelmäßig gesorgt.
  • Veranstalter: Terraviva Reisen e. K.

Termin 2018:

13.04. - 21.04.2018

 

Sondertermine für geschlossene Gruppen gerne auf Anfrage - natürlich auch mit abgewandeltem Programmverlauf möglich

 

Reisepreis 2018:

p. Pers. im Doppelzimmer 1.640,- EUR (bei 12 - 15 Teilnehmern)

p. Pers. im Doppelzimmer 1.830,- EUR (bei 8 - 11 Teilnehmern)

Einzelzimmerzuschlag 260,- EUR

min. 8 - max. 15 Teilnehmer

 

Kontakt und Buchungsanfrage


Reiseberichte und Vogelartenlisten früherer Jahre